Das Team mountix.com berichtet von der Zugspitz Trailrun Challenge

Die Ehrfurcht vor Deutschlands höchstem Berg

Samstag morgen, 6:00 Uhr. Draußen ist es noch finster und es sieht nach Regen aus. Trotzdem finden sich rund hundert Unerschrockene im Ortskern von Ehrwald ein um den Marathon „Rock the Top of Germany“ im Rahmen der Zugspitz Trailrun Challenge zu bewältigen. 44,9 km und 3.891 Höhenmeter – das waren die nackten Fakten einer wahnsinnigen Herausforderung. Unter den Startern befand sich auch Steffi vom Team mountix.com, die am Vortag beim kurzen Sprint in der Garmischer Innenstadt den zweiten Rang erlief. Das hieß für Steffi das sie in der Gesamtwertung der dreitägigen Challenge nun ebenfalls auf dem zweiten Rang lag. Die Teilnehmer dieses von der Eventagentur PLAN B ins Leben gerufene Wochenendes konnten sich entscheiden, wollten sie nur bei einem Wettkampf teilnehmen oder alle drei in Angriff nehmen.

Nach dem morgendlichen Startschuss ging es erst einmal auf den Grünen Ups, dann steil hinunter nach Lähm und schließlich weiter hinauf zur Gärtner Alpe woraufhin der letzte Abstieg nach Biberwier folgte. Steffi lag teilweise auf Rang zwei bei den Damen und Rang eins in der Gesamtwertung, was sie vor allem ihren Downhillqualitäten verdankte. Leider war es mit eben diesen Downhills nun vorbei, es folgten die letzten 20 Kilometer mit fast 2.500 Höhenmetern im Aufstieg. Die Biberwierer Scharte kostete Steffi dann einige Platzierungen bevor sie sich in Richtung Pestkapelle wieder etwas erholen konnte. Der finale Aufstieg zum Zugspitzplatt tat dann noch einmal richtig weh. Gott sei Dank regnete es nicht wie vorhergesagt, trotzdem zog ein schneidender Wind über das Wetterstein Massiv.

Die Männer der Bergwacht leisteten hervorragende Arbeit und ließen die Teilnehmer drei Kilometer unterhalb des Ziels nur noch mit langer Bekleidung weiterlaufen, denn bei dieser Anstrengung merkt man selbst oft gar nicht mehr wie sehr man auskühlt. Und nachdem es am Zugspitz Gipfel bereits geschneit hatte wollte jeder eine Katastrophe wie 2008 vermeiden. Dem war es auch zu verdanken das das Ziel auf das Zugspitzplatt verlegt wurde, Gott sei Dank für die meisten Teilnehmer, da der Marathon auch mit „nur“  3.891 Höhenmetern mehr als genug abverlangte. Steffi kam nach 8:20 h als vierte Frau und zweite Frau der Gesamtwertung ins Ziel, am Ende ihrer Kräfte.

Gleichzeitig lief ihre Teamkameradin Maria Koller allen davon! Maria nahm am „Rock the Trail“ Halbmarathon über 22 km und 681 hm am Fuße der Zugspitze teil. Von Grainau aus ging es rund um den Eibsee und Maria zeigte wieder einmal ihre Klasse. Nach 2:02 h lief sie eine Minute vor der zweiten Frau über die Ziellinie in Grainau.

Für Steffi folgte am Sonntag der letzte Wettkampf des Wochenendes. Die „Vertical Challenge“ stand noch bevor, von Ehrwald aus aufs Zugspitzplatt: 15,9 km und 1.845 Höhenmeter standen auf dem Programm. Am Morgen zeigte sich die Zugspitze in frischen Schnee gehüllt und es regnete im Tal. Bei vielen Teilnehmern wurden Erinnerungen an 2008 wach aber da dank PLAN B nun, wie bei jedem von ihnen organisierten Rennen, eine Pflichtausrüstung mitgeführt werden muss konnte man relativ beruhigt in den Wettkampf starten.

Anfangs ging es 5 Kilometer auf einer breiten Forststraße stetig bergauf bis die Läufer endlich in einen matschigen, nassen Trail abbiegen durften. Der sehr kurze Abstieg vom Feldernjöchel zum Gatterl war eine richtige Rutschpartie, sicherte aber Steffi trotzdem den fünften Rang an diesem Tag da die nächste Dame nicht folgen konnte. Am letzten steilen Anstieg kamen dann die Teilnehmer auch in den Schnee, was aber bis Sonnalpin am Zugspitzplatt keine nennenswerten Probleme darstellte. Wie genau Steffi trotz ihrer völlig erschöpften Beine da hinauf kam weiß sie selbst nicht mehr so genau, nach drei Jahren Pause und zwei Kinder musste sie sich doch eingestehen, dass ein Dreitagesevent nicht mehr so leicht wegzustecken ist. Aber mit ihrem fünften Rang sicherte Steffi ihren zweiten Gesamtrang problemlos ab und durfte sich auf die Siegerehrung im Bergrestaurant freuen.

Für die Organisatoren und Läufer war das einzige Ärgernis, dass sie vom Sonnalpin aus zwei Gondeln nehmen mussten um wieder nach Ehrwald zu kommen. Ansonsten war das Wochenende wie immer bei einer PLAN B Veranstaltung, toll organisiert! Sehr gut markierte Strecken, top Verpflegung auf der Strecke und im Ziel, Bergwacht und Medical Crew an allen neuralgischen Punkten und trotz schlechtem Wetter eine einzigartige und familiäre Stimmung. Für das Team mountix.comm war es ein sehr erfolgreiches Wochenende mit einem Sieg und einem zweiten Rang – so kann es weiter gehen!

Bildmaterial © Marco Felgenhauer und PLAN B

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