mountix.com- & BERGSTEIGER-Tour des Monats: Mit Peter Schlickenrieder auf Skitour rund um Sotschi

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Seit Oktober küren wir von mountix.com gemeinsam mit dem Magazin BERGSTEIGER die Tour des Monats. Dieses Mal erzählt mountix.com-Mitgründer und ARD-Langlauf-Experte Peter Schlickenrieder von seiner Skitour auf den Rosa Peak während einer Arbeitspause bei den Olympischen Spielen in Sotschi…

„Als Langlauf-Experte bin ich für die ARD gerade in Sotschi bei den Olympischen Spielen im Einsatz. Freie Minuten sind selten während so einer Olympiade. Noch seltener sind zeitgleiche freie Minuten mit abenteuerlustigen und skibegeisterten Kollegen… So blieb mir leider nichts anderes übrig, als alleine zur Skitour auf den Rosa Peak aufzubrechen.

Generell ist es hier im Kaukasus relativ schwierig, Berge abseits der Pisten zu besteigen. Oft sind die Zufahrten reglementiert oder das Gelände einfach so unwegsam, dass man auf eine Bahn angewiesen ist. Also nutze auch ich für den Start meiner Tour in Krasnaja Poljana die Seilbahn, die Pressevertreter und Zuschauer hinauf bringt ins Olympic Village der Skifahrer auf etwa 1200 Metern Höhe.

Am Tag zuvor hat es stark geregnet, oberhalb von 1000 Metern geschneit. Typisch für diese Region ist, dass die Schneehöhe nach oben überproportional zunimmt. Es kann also sein, dass es unten quasi grün ist, oben aber locker vier Meter Schnee auf Skifans warten. Als ich aufbreche ist die spektakuläre Landschaft in sanftes Morgenlicht gehüllt, die Luft ist klar, der Schnee herrlich. Anders als bei uns in den Alpen stehen hier vor allem Laubbäume. Die sehen nun mit ihren eingefrorenen filigranen Zweigen besonders skurril aus.

Ich steige zügig zum kreuzlosen Gipfel empor. Doch das fehlende Kreuz ist nicht das einzige, was hier anders ist – ich bin auch ganz alleine unterwegs hier. Solche riesigen unerschlossenen Gebiete kennen wir ja gar nicht mehr. Für Skitourengeher und Freerider ist das hier das Paradies! Von oben wandert mein Blick bis zum Schwarzen Meer. Und zu den unzähligen, verlockenden Rinnen… Da muss man schon aufpassen, dass man sich nicht von allen verführen lässt, denn Lawinenlageberichte gibt’s hier natürlich nicht. Wer die Abfahrten in diesem Powder-Paradies genießen will, muss das Gelände sicher selbst beurteilen können. Bei meiner Tour passte alles!

Und so zog ich meine Line 1400 Höhenmeter durch den Powder hinab, nutzte vorher aber noch den Lift im Skigebiet, um zwei Freerideabfahrten zur anderen Bergseite Richtung Abchasien zu machen und zwei Stunden später war ich schon wieder im Hotel, um mich für meinen nächsten Einsatz als Langlauf-Kommentator bereit zu machen. Ganz klar – die wilden Berge rund um Sotschi sind für mich ein absoluter Geheimtipp für abenteuerlustige Naturliebhaber.“

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